O du Peinliche – acht typische Fehler beim Versand von Firmen Weihnachtskarten

Alle Jahre wieder steht der Versand der Weihnachtspost an. Die Erfahrung in der Praxis zeigt, dass es etliche Fettnäpfchen gibt, in die man dabei treten kann. In diesem Artikel sind acht typische Fehler dargestellt, die beim Handling der Weihnachtskorrespondenz immer wieder auftreten – die aber tunlichst vermieden werden sollten:

Beim Firmen Weihnachtskarten schreiben lauern einige Fettnäpfchen
Beim Firmen Weihnachtskarten schreiben lauern einige Fettnäpfchen

Fehler 1: Adressetiketten aufs Kuvert kleben

Bei der Weihnachtskarte geht es um persönliche Wertschätzung. Dem Empfänger der Karte soll signalisiert werden, dass man Zeit und Mühen investiert hat. Sei es bei der Auswahl der passenden Karte, der Formulierung des Weihnachtsgrußes oder der Beschriftung des Kuverts. Es sollte tunlichst der Eindruck vermieden werden, dass die Weihnachtskarten in „Massenproduktion“ verschickt worden sind. Durch das Aufkleben von Adressetiketten würde dieser Eindruck entstehen. Daher sollte die Adresse immer mit der Hand auf das Kuvert geschrieben werden. Wenn man die private Adresse des Empfängers besitzt, sollte die Karte an diese geschickt werden. Das wirkt persönlicher.

Fehler 2: Freistempel statt Briefmarken

Beim Frankieren der Weihnachtspost sollte der Freistempel in der Schublade liegen bleiben. Der Freistempel wirkt unpersönlich und lässt beim Empfänger den Eindruck von Massenversand aufkommen. Stattdessen sollte eine klassische Briefmarke verwendet werden. Optimalerweise eine Briefmarke mit einem weihnachtlichen Motiv.

Fehler 3: Zielgruppe verfehlen

Die Kundenstruktur unterscheidet sich von Branche zu Branche erheblich. Daher sollte die die Weihnachtskarte an die Bedürfnisse und Vorstellungen der Kunden angepasst werden. Während von einem Steuerberater Seriosität erwartet wird, stehen Werbe- und Kommunikationsagenturen für Kreativität und Ideenreichtum. Das sollte sich in der Wahl der Weihnachtskarte widerspiegeln. Obszöne und kitschige Weihnachtskarten stellen in allen Branchen ein Tabu da!

Fehler 4: Standardfloskeln statt persönliche Worte

Mit dem Text auf einer Weihnachtskarte teilen wir dem Empfänger mit, was wir von ihm halten. Ein gerne genutzter Klassiker ist der Satz „Lieber Herr Müller, wir danken Ihnen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünschen Ihnen gesegnete Weihnachtstage“ – Schlimmer geht nimmer! Es wird nicht lange dauern, bis die Weihnachtskarte gelangweilt in die Ablage P, sprich dem Papierkorb gelegt wird. Die Weihnachtszeit ist die Zeit der Gefühle. Kundebeziehungen beginnen im Herzen. Dementsprechend sollte der Weihnachtsgruß nach de Motto „von Herzen für Herzen“ geschrieben werden.

Fehler 5: Ecard mit Weihnachtsgrüßen verschicken

Gibt es Kunden, mit denen du am liebsten die Geschäftsbeziehung beenden willst – du weißt aber nicht wie? Schick dem Kunden zu Weihnachten doch einfach eine von diesen wunderschönen Ecards. Die gibt es mit allen nur erdenklichen Motiven; mit animierten Weihnachtsmännern, blinkenden Sternchen und mit Musik- und Soundeffekten, die automatisch anfangen zu spielen, sobald man die Ecard öffnet. Es gibt sogar Exemplare, die trällern sogar noch weiter, wenn man die Ecard schon längst wieder geschlossen hat. Damit  kann man sich auch schon mal für einen Hörsturz einfangen.

Fehler 6: Weihnachtsgruß in die Karte drucken

Beim Schreiben von Weihnachtskarten geht es um persönliche Wertschätzung. Mit einer Weihnachtskarte aus dem Katalog, in die eine Standardfloskel eingedruckt wurde, signalisiert man dem Kunden hingegen nur, dass man die Weihnachtskorrespondenz als leidige Pflichtübung betrachtet und diese dementsprechend abhandelt. Dann sollte man lieber komplett auf die Weihnachtskarte verzichten!

Fehler 7: Weihnachtskarte als Werbeschreiben missbrauchen

Es gibt Geschäftsleute, die wittern hinter jedem Kundenkontakt ein Geschäft. Beim Schreiben von Weihnachtskarten ist eine solche Denkweise völlig fehl am Platz! Hier geht es um persönliche Beziehungspflege – nicht um Werbemailings, die Kunden auf besondere Produkte oder Dienstleistungen hinweisen sollen. Auch wenn es immer mal wieder vorkommt, dass in Onlineartikeln dazu geraten wird, Produkte oder bestimmte Aktionen in Weihnachtskarten zu bewerben, sollte man sich auf keinen Fall hierzu hinleiten lassen.

Fehler 8: Weihnachtskarte kommt im Januar an

Nichts ist peinlicher, als wenn ein Kunde oder Geschäftspartner im Januar eine Weihnachtskarte erhält. Sei es, weil die Post schludrig gearbeitet hat oder die Weihnachtskarten erst zwei Tage vor Weihnachten in den Briefkasten geworfen wurde. In der Weihnachtszeit müssen drei Tage Versanddauer mehr als üblich eingeplant werden. Geht die Weihnachtskarte an ein großes Unternehmen, muss auch noch der interne Postweg mit eingeplant werden.

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